{"id":27038,"date":"2025-03-12T17:10:16","date_gmt":"2025-03-12T16:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/amasol.com\/?p=27038"},"modified":"2025-07-09T17:21:02","modified_gmt":"2025-07-09T15:21:02","slug":"achieving-sustainability-and-green-it-through-observability","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/amasol.com\/de\/achieving-sustainability-and-green-it-through-observability\/","title":{"rendered":"Mit Observability zu Nachhaltigkeit und Green IT"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 1. Januar 2022 sind Unternehmen aller Gr\u00f6\u00dfenordnungen laut EU-Taxonomie-Verordnung dazu verpflichtet, Berichte zur Nachhaltigkeit ihres Wirtschaftens zu erstellen. Parallel sollten sie ganz gezielt die Entwicklung zur Klimaneutralit\u00e4t vorantreiben. Denn Investitionen werden vermehrt in entsprechend gut aufgestellte Unternehmen flie\u00dfen. Deshalb muss das Augenmerk auch auf der IT liegen, da sie einen hohen Energieverbrauch hat und ihr CO2-Footprint nicht selten enorm ist. Sowohl die Nachhaltigkeitsberichte als auch das schrittweise Erreichen einer Klimaneutralit\u00e4t werden einen gro\u00dfen Aufwand mit sich bringen. Er l\u00e4sst sich erheblich reduzieren \u2013 wenn man das Notwendige mit dem N\u00fctzlichen kombiniert: Observability-L\u00f6sungen gew\u00e4hrleisten nicht nur die IT-Stabilit\u00e4t, sondern k\u00f6nnen auch die wichtigen Messdaten zur CO2-Bilanz ganzer IT-Architekturen liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU-Taxonomie-Verordnung ist Anfang 2022 als Bestandteil des Green Deal vom Juli 2020 in Kraft getreten und soll unter anderem Investitionen in die Nachhaltigkeit erh\u00f6hen, Anleger*innen vor eventuellem Greenwashing sch\u00fctzen und Unternehmen dabei unterst\u00fctzen, klimafreundlicher zu werden, also ihre Energieeffizienz zu steigern und den CO2-Footprint m\u00f6glichst weitgehend zu neutralisieren. F\u00fcr diese Anpassung an den Klimawandel gelten neue Berichtspflichten f\u00fcr Unternehmen: Sie m\u00fcssen Reports zur \u201eCorporate Social Responsibility\u201c (CSR) erstellen und damit ein nachhaltiges Wirtschaften nachweisen, um f\u00fcr Investitionen vorrangig infrage zu kommen. Einer der wichtigsten Faktoren der Energiebilanz zahlreicher Unternehmen ist heute nat\u00fcrlich die IT.<\/p>\n\n\n\n<p>Rechenzentren und Telekommunikationsnetzwerke haben 2019 in Deutschland rund 14,9 TWh an Strom verbraucht \u2013 das war im Vergleich zu 2010 ein Anstieg um ganze 45 %. Die Kapazit\u00e4ten der Rechenzentren haben sich zwischen 2010 und 2020 ungef\u00e4hr verdoppelt, w\u00e4hrend der Energiebedarf weiter anstieg: Circa 3.000 gro\u00dfe und weitere 50.000 kleine Rechenzentren sowie kleinere IT-Installationen hatten 2022 laut einer Studie des Bitkom etwa einen Strombedarf von 16 TWh pro Jahr \u2013 also mehr als die Stadt Berlin. Der Energieaufwand zur Herstellung der Server und Netzwerkkomponenten sowie f\u00fcr den Datentransport floss in diese Berechnungen nicht mit ein. An zweiter und dritter Stelle des h\u00f6chsten Stromverbrauchs folgten die K\u00fchlung der Hardware und das Speichern von Daten. Der Bedarf der Rechenzentren k\u00f6nnte bis 2030 auf 23 bis 29 TWh ansteigen. Das liegt zum einen am wachsenden Einsatz K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI), die in der Forschung zurzeit als \u201eEnergiefresser\u201c gilt. Ein textgenerierendes KI-Tool zum Beispiel verbrauchte w\u00e4hrend des Trainings so viel Strom wie 40 durchschnittliche amerikanische Haushalte in einem Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum anderen werden immer mehr Blockchain- und insbesondere Cloud-Technologien genutzt. Eine Studie des franz\u00f6sischen The Shift Project prognostizierte 2019, dass der CO2-Aussto\u00df der digitalen Wirtschaft zur selben Zeit ganze 8 % der gesamten Emissionen betragen w\u00fcrden \u2013 mehr als diejenige von Autos und Motorr\u00e4dern.<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel erh\u00f6ht sich mittlerweile die Energieeffizienz der IT durch den Einsatz regenerativer Energietr\u00e4ger, die vermehrte Herstellung m\u00f6glichst langlebiger Hardware mit einer verbesserten Umweltbilanz oder eine ressourcenschonende Software-Entwicklung. Ansehnliche Fortschritte wurden au\u00dferdem erzielt beim Senken des Energieverbrauchs von PCs. Es entstehen bereits Rechenzentren, die zu 100 % mit gr\u00fcnem Strom aus Windenergie arbeiten und deren Abw\u00e4rme \u00f6kologisch genutzt wird \u2013 zum Beispiel f\u00fcr eine Algenfarm. Doch der Weg zur Green IT ist allgemein nurmehr erstbeschritten worden, eine die Umwelt und erforderliche Ressourcen schonende Nutzung von ITK-Komponenten \u00fcber deren gesamten Lebenszyklus hinweg hat eben erst begonnen. Und einen weitaus gr\u00f6\u00dferen CO2-Footprint als die Rechenzentren hinterlassen laut einer Studie von McKinsey die Herstellung und der Betrieb solcher Endger\u00e4te wie Laptops, Smartphones und Drucker: Sie erzeugen weltweit 1,5- bis 2-mal mehr CO2.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die EU-Taxonomie-Verordnung und insbesondere die neuen Berichtspflichten bleiben eine markante Reduktion des Energieverbrauchs sowie des CO2-Footprints bei der Nutzung von IT und der Herstellung ihrer Komponenten eine gro\u00dfe Herausforderung. In den Unternehmen fehlt jedoch daf\u00fcr zumeist ein Ansatz und besonders die \u00dcberschaubarkeit \u2013 n\u00e4mlich die M\u00f6glichkeit, s\u00e4mtliche Komponenten einer Architektur hinsichtlich des Energieverbrauchs und ihrer Nachhaltigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Daf\u00fcr gibt es gute L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen, die ihre digitale Transformation state of the art vorantreiben, haben bereits das klassische Monitoring durch aussagekr\u00e4ftigere Incident-Listen und insbesondere effizientere Observability-L\u00f6sungen weiterentwickelt. Damit erh\u00e4lt man anhand von Metriken, Logs und Traces alle relevanten Leistungsdaten von IT-Architekturen in Echtzeit auf einen Blick. Metriken liefern die klassischen Verlaufskurven in Kombination mit zeitlich zuordenbaren Log-Anomalien und die Traces, die auf Basis von Transaktionen als dritte Dimension zum Verst\u00e4ndnis einer St\u00f6rung herangezogen werden. Mit Observability werden nicht nur Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten angezeigt, sondern auch deren Ursachen aufgekl\u00e4rt \u2013 und damit wird erheblich viel an wertvoller Zeit f\u00fcr das Beheben von St\u00f6rungen eingespart, was zum Teil auch in Echtzeit mithilfe von AI-L\u00f6sungen gelingt. Das Verfahren zeigt gro\u00dfe Erfolge, insbesondere bei der schnellen Identifikation und dem Beheben neuer, unbekannter\n\nProbleme, weshalb gerade gro\u00dfe IT-Organisationen Observability-L\u00f6sungen aufbauen oder bereits erweitern.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine solche umfassende Analyse der IT ist auch hinsichtlich deren Energieeffizienz und Nachhaltigkeit m\u00f6glich. Zum Beispiel mit der L\u00f6sung Carbon Impact von Dynatrace. Diese Observability-Applikation unterst\u00fctzt die Berechnung des CO2-Footprints einer gesamten Infrastruktur. Auf Basis einer Agententechnologie werden gesammelte relevante Daten anhand eines entsprechenden Modells in den CO2-Verbrauch umgerechnet. So erh\u00e4lt man die detaillierten Werte zum Footprint von Rechenzentren, Prozessen und Anwendungen. Es werden zum Beispiel nicht ausgelastete Instanzen oder die gr\u00f6\u00dften Kohlenstoffdioxid-Emittenten innerhalb einer bestimmten Hostgruppe angezeigt. Carbon Impact verwendet die Nutzungsmetriken von CPUs, Speichern, Festplatten und Netzwerken, um ihr jeweiliges CO2-\u00c4quivalent zu berechnen und in Dashboards anzuzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit l\u00e4sst sich die Nachhaltigkeit einzelner Komponenten ebenso \u00fcberpr\u00fcfen wie diejenige einer gesamten Architektur \u2013 zum Beispiel f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Zeitr\u00e4ume, um Vergleiche zwischen verschiedenen Nutzungszeiten und den jeweils entstanden CO2-Werten anzustellen. So verstehen die Verantwortlichen, welche Komponenten und Konfigurationen f\u00fcr eine bessere Energieeffizienz sowie die systematische Entwicklung zur CO2-Neutralit\u00e4t optimiert werden sollten. F\u00fcr die Sustainability haben neben Dynatrace auch andere Anbieter wie SPLUNK oder Alluvio Aternity sehr interessante L\u00f6sungen entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Integration solcher L\u00f6sungen ist f\u00fcr Unternehmen extrem wertvoll. Compliance-Teams haben eine zuverl\u00e4ssige Quelle f\u00fcr die externe Berichterstattung, ebenso werden Business-Teams, die in neue IT-basierte Gesch\u00e4ftsmodelle investieren wollen, wertvolle Informationen zu deren nachhaltiger Integration bekommen. Vor allem profitieren die Gesch\u00e4ftsleitungen mit ihren f\u00fcr die Nachhaltigkeit verantwortlichen Teams davon, denn mit solchen L\u00f6sungen k\u00f6nnen sie gemeinsam effiziente Ma\u00dfnahmen umsetzen, um den CO2-Fu\u00dfabdruck ihrer Unternehmen deutlich zu reduzieren. Anhand der gewonnenen Daten lassen sich zudem fundierte Berichte gem\u00e4\u00df der neuen EU-Taxonomieverordnung erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Application Performance Management sowie den zuverl\u00e4ssigen Betrieb moderner IT ist Observability mittlerweile unabdingbar. Und in Kombination mit L\u00f6sungen zur Berechnung der Energieeffizienz und des CO2-Footprints ist auch der Schritt zu Nachhaltigkeit und Klimaneutralit\u00e4t nicht mehr weit, zur Green IT. <strong>Green IT<\/strong> &#8211; is no longer far away.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Quellenverzeichnis<\/h3>\n\n\n\n<p>EU-Taxonomie-Verordnung: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/themen-und-positionen\/wirtschaftspolitik\/steuer-und-finanzpolitik\/sustainable-finance-taxonomie-ein-dossier-fuer-die-betriebliche-praxis\/eu-taxonomie-fuer-unternehmen-aller-groessen-relevant-66740.\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.dihk.de\/de\/themen-und-positionen\/wirtschaftspolitik\/steuer-und-finanzpolitik\/sustainable-finance-taxonomie-ein-dossier-fuer-die-betriebliche-praxis\/eu-taxonomie-fuer-unternehmen-aller-groessen-relevant-66740<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Green Deal: <a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/strategy-and-policy\/priorities-2019-2024\/european-green-deal_de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/commission.europa.eu\/strategy-and-policy\/priorities-2019-2024\/european-green-deal_de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Studie Borderstep, Institut f\u00fcr Innovation und Nachhaltigkeit im Auftrag des Bitkom: Rechenzentren in Deutschland: Aktuelle Marktentwicklungen 2022; <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Bitkom\/Publikationen\/Rechenzentren-in-Deutschland-2022\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.bitkom.org\/Bitkom\/Publikationen\/Rechenzentren-in-Deutschland-2022<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ingenieur.de\/technik\/fachbereiche\/kuenstliche-intelligenz\/ki-koennte-den-energieverbrauch-explodieren-lassen\">https:\/\/www.ingenieur.de\/technik\/fachbereiche\/kuenstliche-intelligenz\/ki-koennte-den-energieverbrauch-explodieren-lassen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/theshiftproject.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Lean-ICT-Report_The-Shift-Project_2019.pdf\">https:\/\/theshiftproject.org\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Lean-ICT-Report_The-Shift-Project_2019.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.windcloud.de\">https:\/\/www.windcloud.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.mckinsey.com\/de\/news\/presse\/green-it-dekarbonisierung-unternehmens-it-studie\">https:\/\/www.mckinsey.com\/de\/news\/presse\/green-it-dekarbonisierung-unternehmens-it-studie<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Since January 1, 2022, companies of all sizes have been required by the EU Taxonomy Regulation to report on the sustainability of their business activities. At the same time, they should actively promote the development toward climate neutrality. This is because investments are increasingly directed toward companies that are well-prepared for sustainability. 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